Fragen & Antworten: Auflagen für Betriebe

Zu den Öffnungsschritten im Tourismus ab 19. Mai 2021 gibt es derzeit noch einige offene Fragen. Wir haben die wichtigsten gesammelt und möchten sie hier für Sie bestmöglich beantworten. Dieser Artikel behandelt den Themenbereich "Auflagen für Betriebe".

Covid-19 AktuellNewsroom

Das folgende Ampelsystem soll Ihnen einen bestmöglichen und transparenten Überblick geben zum aktuellen Status und dem Informationsstand betreffend der jeweiligen Frage.

  • Diese Frage ist geklärt und kann gültig beantwortet werden.
  • Zu dieser Frage gibt es aktuelle Informationen. Eine letztgültige Beantwortung ist aber noch nicht möglich.
  • Diese Frage kann zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht beantwortet werden.

Fragen & Antworten

  • Welche Richtlinien müssen Betriebe einhalten? 

  • Tragen einer FFP2-Maske außerhalb des zugewiesenen Sitzplatzes  
  • Verpflichtende Zutrittstests  
  • Registrierungspflicht  
  • Eine Gästegruppe darf Indoor max. 4 Erwachsene (plus max. 6 minderjährige Kinder) und Outdoor max. 10 Personen umfassen.  
  • Sperrstunde ist um 22.00 Uhr  

Zwischen den Personen fremder Tische muss ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden. In geschlossenen Räumen darf die Konsumation nur im Sitzen erfolgen. Die Konsumation an der Ausgabestelle (Bar) ist nicht erlaubt. Selbstbedienungsbuffets können unter Hygieneauflagen betrieben werden.  

Jeder Gastronomiebetrieb muss ein Präventionskonzept erstellen und eine/n COVID-19-Beauftragte/n ernennen. Für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter mit Kundinnen- bzw. Kundenkontakt gilt eine FFP2-Masken-Pflicht. Ausnahme: Bei regelmäßiger Testung der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters reicht ein allgemeiner Mund-Nasen-Schutz. 

Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Stand 10.5.2021 

  • Gibt es eine Vorlage für das Präventions-/Hygienekonzept?

Es gibt eine per 21.3.2021 aktualisierte Version eines Musterkonzeptes der Firma Siflux. Das COVID-19 Musterkonzept wurde neuerlich adaptiert per 21.2.2021 und steht nun kostenfrei in der Version 2.1 zur Verfügung:  https://www.siflux.com/covid-19-praeventionskonzept-muster-vorlage/

Quelle: siflux – Crowd Safety Management / Martin Bardy MA, BEd, BA, MBA, Stand 30.4.2021 

  • Bei welcher Behörde muss das Präventionskonzept eingereicht werden? 

Im Rahmen der Verordnung wurde hier noch keine nähere Bestimmung verlautbart. Man kann davon ausgehen, dass folgende Bereiche die Präventionskonzepte bei der jeweiligen Bezirksgesundheitsbehörde bzw. beim Magistrat genehmigen lassen müssen:  

  • Kultur- & Veranstaltungen
  • Kongresse
  • Messen
  • Sport(-veranstaltungen) 

Die anderen Bereiche (Gastronomie, Beherbergungen, Freizeitbetriebe) werden über ein Konzept verfügen müssen, dieses aber nicht zur Genehmigung vorlegen müssen. 

Quelle: siflux – Crowd Safety Management / Martin Bardy MA, BEd, BA, MBA, Stand 30.4.2021 und Verordnung vom 10.5.2021

  • Welche Betriebe müssen ein Präventionskonzept vorlegen? 

Entsprechend der Verordnung müssen folgende Betriebe ein Präventionskonzept vorlegen:

  • Gastronomie 
  • Beherbergungen
  • Freizeit – und Kultureinrichtungen
  • Betriebsstätten mit mehr als 51 Arbeitnehmern
  • Alten- und Pflegeheime
  • Krankenhäuser- und Kuranstalten
  • Veranstaltungen von mehr als 50 Personen
  • Spitzensport 
  • Kongresse 
  • Messen 
  • Sportstätten
  • Freizeitbetriebe 
  • Seilbahnen & Zahnradbahne

Quelle: Verordnung vom 10.5.2021

  • Welche Betriebe müssen einen Covid-19 Beauftragten stellen? Oder gibt es hier eine Bettengrenze, ab der es einen Covid-Beauftragten braucht. 

  • Gastronomie 
  • Beherbergungen
  • Freizeit – und Kultureinrichtungen
  • Betriebsstätten mit mehr als 51 Arbeitnehmern
  • Alten- und Pflegeheime
  • Krankenhäuser- und Kuranstalten
  • Veranstaltungen von mehr als 50 Personen
  • Spitzensport 
  • Kongresse 
  • Messen 
  • Sportstätten
  • Freizeitbetriebe 
  • Seilbahnen & Zahnradbahnen

Quelle: Verordnung vom 10.5.2021

  • Was genau sind die Aufgaben eines Covid-19 Beauftragten? Gibt bzw. braucht es eine eigene Ausbildung?

Der Covid-Beauftragte ist für die Umsetzung, Kontrolle & Dokumentation der COVID-19-Maßnahmen (nach den Vorgaben aus dem COVID-19-Präventionskonzept) im jeweiligen Betrieb verantwortlich. Hierbei ist es wichtig, dass der Covid-Beauftragte ein Grundwissen über diverse Bereiche hat (z.B. Grundlagen zur Infektiologie, Verhalten bei SARS-CoV-2-Verdachtsfall, etc.).

Bisher war keine Ausbildung verpflichtend. Jede/r konnte COVID-19-Beauftragter sein. Wir empfehlen jedoch eine Schulung, damit der Beauftragte weiß was er/sie zu tun hat, was von ihm/ihr erwartet wird und welche Verantwortung er/sie hat. Ebenso macht es aus Sicht der ArbeitgeberInnen im Sinne der Fürsorgepflicht von Vorteil.

Online-Schulungen werden von Seiten des Roten Kreuzes angeboten:  http://www.roteskreuz.at/wien/veranstaltungssicherheit/covid-19-beauftragter 

Quelle: siflux – Crowd Safety Management / Martin Bardy MA, BEd, BA, MBA, Stand 30.4.2021 

  • Brauchen die Almen mit Ausschank auch ein Präventionskonzept und einen Covid-Beauftragten? 

Sofern die Almwirtschaft unter Gastronomie bzw. Beherbergung fällt ist sowohl ein Präventionskonzept zu erstellen als auch ein Covid-Beauftragter zu nennen.

  • Bei kleineren Betrieben: Muss sich die ganze Gastgeberfamilie testen lassen? Oder nur diejenigen (z.B. Bäuerin), die auch mit den Gästen in Kontakt kommt?

Diese Frage kann zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht beantwortet werden. Wir empfehlen aber grundsätzlich, sich regelmäßig testen zu lassen und so die bestmögliche Sicherheit für Gäste und auch Gastgeber*innen zu gewährleisten.

  • Was fällt alles unter „weitere Dienstleistung?“ Ist Frühstück eine weitere Dienstleistung? Ist die Benützung von Spielplätzen, Pools, Saunas, etc. eine weitere Dienstleistung? 

Gastronomische Konsumationen gelten als weitere Dienstleistung, ebenso der Besuch von Wellness-Einrichtungen im Beherbergungsbetrieb.

  • Gilt die 20 m²-Regel auch in der Wellnessabteilung, insbesondere Sauna, Infrarotkabine, Ruheräume, etc.? Da wäre bei den meisten Einrichtungen in der Praxis dann nur 1 Person (Sauna, etc.) zulässig.

Die Regelungen für den Wellnessbetrieb sind analog zu Wellness-Freizeiteinrichtungen. Bei Indoor-Einrichtungen, Bädern und Thermen muss pro Gast eine Fläche von 20 m² im jeweiligen geschlossenen Raum zur Verfügung stehen.  

Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Stand 27.4.2021 

  

  

  • Eine Großfamilie mit mehreren Kindern, die auch bereits eine Familie haben, möchten zu Pfingsten in einem Ferienhaus Urlaub machen. Es handelt sich eigentlich um 1 Familie, jedoch leben sie in mehreren Haushalt. Ist dies möglich?

Es gelten auch in diesem Fall die aktuellen Kontaktbeschränkungen. Es gilt: Im Freien sind Treffen von maximal 10 Personen möglich, Indoor von max. 4 Erwachsenen (plus zusätzlicher minderjähriger Kindern). Für Treffen ab 11 Personen gelten die Veranstaltungsregelungen.  

Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Stand 27.4.2021 

  • Was tun, wenn es in meinem Betrieb einen positiven Fall gibt?

Das Covid-Board des Landes Salzburg hat gemeinsam mit betroffenen Organisationen und Vertretern Notfallpläne für Szenarien zur Eindämmung des Corona-Virus entwickelt. Die Pläne unterstützen bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten und stellen eine Anleitung dar, wie bei einem Verdacht auf eine Covid-19-Infektion vorgegangen werden soll: https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus/notfallplaene

  • Was ist eine Besuchergruppe und was eine Gästegruppe?
  • Eine Gästegruppe umfasst jene Personen, die gemeinsam in einer Wohneinheit gemäß den vorgesehenen Bettenkapazitäten untergebracht sind. Diese kann auch aus Personen aus unterschiedlichen Haushalten bestehen. Die Gästegruppe ist Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, gleichgestellt und kann damit den Mindestabstand von 2 Metern zueinander unterschreiten. Dies gilt auch für die gastronomische Einrichtung, sowie den Fitness- und Wellnessbereich des Beherbergungsbetriebes.
  • Eine Besuchergruppe umfasst jene Personen, die gemeinsam gastronomische Einrichtungen betreten. Diese kann ab 19. Mai 2021 aus Personen eines gemeinsamen Haushalts bestehen oder aus maximal 4 Erwachsenen und 6 Minderjährigen in geschlossenen Räumen sowie 10 Erwachsenen und 10 Minderjährigen im Freien. Auch in der gastronomischen Einrichtung eines Beherbergungsbetriebes kann diese Besuchergruppe gemeinsam an einem Tisch sitzen.

Quelle_ sichere-gastfreundschaft.at Stand 18.5.2021

  • Bestehen Personenobergrenzen für Gästegruppen?

Die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes darf innerhalb von Personen aus einem gemeinsamen Haushalt oder der Gästegruppe unterschritten werden. Für die Gästegruppe in Beherbergungsbetrieben gibt es keine Personenobergrenze. Die zulässige Gästeanzahl definiert sich nach der vorhandenen Bettenkapazität in der jeweiligen Wohneinheit. Zwischen Personen, die keine Gästegruppe bilden, ist jedenfalls der Mindestabstand einzuhalten. Zu beachten ist allerdings, dass für Veranstaltungen (z.B. Geburtstags- oder Hochzeitsfeier) Personenobergrenzen gelten (§ 13 COVID-19-ÖV). Ein bewusstes Zusammentreffen in einem Beherbergungsbetrieb, um die genannte Personenobergrenze für Veranstaltungen zu überschreiten, widerspricht der von der Bundesregierung abgegebenen Empfehlung, private Veranstaltungen aufgrund der derzeitigen Höhe der Infektionszahlen einzuschränken.

Quelle_ sichere-gastfreundschaft.at Stand 18.5.2021


18. Mai 2021

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