Salzburger Almkultur im Mittelpunkt
Veranstaltungen würdigen erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Almwirtschaft und Tourismus
Der Juni stand ganz im Zeichen des Wanderns und der Almwirtschaft. Mit der offiziellen Eröffnung des Salzburger Almsommers auf der Tauernkarleitenalm wurde gleichzeitig das 20-jährige Jubiläum des Salzburger Almenwegs gefeiert. Vertreter*innen aus Tourismus, Landwirtschaft und Politik würdigten den Almenweg als erfolgreiches Leitprodukt des Wandertourismus und als Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Almwirtschaft. Auch beim Creator-Event „Wandersommer deines Lebens“ und dem Wandersymposium in Bad Hofgastein sowie der 32. Internationalen Almwirtschaftstagung in Saalfelden spielte das Jubiläum eine zentrale Rolle. Im Fokus standen die Zukunft des Wandertourismus und die Bedeutung der Almwirtschaft für den Erhalt der Kulturlandschaft und die regionale Wertschöpfung.
Mehr als 80 Prozent der Gäste im SalzburgerLand wandern während ihres Sommerurlaubs, für rund zwei Drittel ist das Wandern sogar das Haupturlaubsmotiv. Das zeigt die große Bedeutung unserer Almen als Erlebnis- und Erholungsraum sowie als Fundament der Alpinen Küche. Der Salzburger Almenweg ist seit mittlerweile zwei Jahrzehnten ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Almwirtschaft und Tourismus. Gemeinsam mit dem Salzburger Almsommer steht er für jene Werte, die unsere Gäste besonders schätzen: Bewegung in der Natur, regionale Kulinarik, gelebte Tradition und herzliche Begegnungen.
Almsommer-Eröffnung & Almenweg-Jubiläum
Die diesjährige Almsommererröffnung auf der Tauernkarleitenalm am Sonntag, dem 14. Juni stand im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums des Salzburger Almenweges, der sich seit seiner Gründung zu einem bedeutenden Leitprodukt des Wandertourismus im SalzburgerLand entwickelt hat. Gemeinsam mit 150 Besucher*innen und Vertreter*innen aus Tourismus, Landwirtschaft und Politik wurde der Beginn der Almsaison feierlich begangen und die Erfolgsgeschichte des Almenweges gewürdigt. Ein besonderer Programmpunkt war die Gesprächsrunde mit den sportlichen Botschaftern des Salzburger Almsommers. Doppelweltmeisterin und Olympiamedaillengewinnerin Alexandra Meissnitzer, Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer und Snowboard-Weltmeister Andreas Prommegger berichteten über ihre persönliche Verbindung zu den Bergen und zur Salzburger Almkultur.



Im anschließenden Jubiläumstalk „20 Jahre Salzburger Almenweg“ blickten die Wegbereiter der ersten Stunde auf die Entstehungsgeschichte des Weitwanderweges zurück. Gemeinsam erinnerten sich Leo Bauernberger, Impulsgeber des Projekts, die Begründerin und ehemalige Projektleiterin Eva Mayr sowie weitere langjährige Wegbegleiter an die Vision, aus einem Netzwerk bestehender Almen und Wanderwege eines der erfolgreichsten Wanderangebote des Alpenraums zu entwickeln. Heute verbindet der Salzburger Almenweg zahlreiche Regionen des Landes und macht die Vielfalt der Salzburger Almkultur auf einzigartige Weise erlebbar.
Wandersommer deines Lebens & Wandersymposium
Des Weiteren haben im Juni mit Unterstützung der SLTG als Partner zwei Veranstaltungen von Österreichs Wanderdörfer in Bad Hofgastein stattgefunden: das Content Creator Event zum Auftakt des „Wandersommers deines Lebens“ von 18. bis 20. Juni 2026 und das Wandersymposium am 24. Juni 2026. Auch dort wurde anhand des 20-jährigen Jubiläums des Salzburger Almenweges gezeigt, wie relevant und zukunftsfähig das Wandern als touristisches Leitprodukt ist.
Der „Wandersommer deines Lebens“ ist eine Content-Marketing- und Influencer-Kampagne von Österreichs Wanderdörfern, die seit 2019 durchgeführt wird. Ziel ist es, die schönsten Wanderregionen Österreichs durch authentische Geschichten, Fotos und Videos auf Social Media erlebbar zu machen. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden zunächst zehn Zweierteams ausgewählt, welche beim großen Content Creator Event in Gastein ihre Kreativität und ihr Storytelling unter Beweis stellen mussten – die drei Gewinnerteams dürfen nun einen Sommer lang quer durch Österreichs Wanderdörfer wandern und ihre Bergerlebnisse laufend live mit der Community teilen.




Das Wandersymposium von Österreichs Wanderdörfern gilt seit rund 20 Jahren als die wichtigste österreichische Fachveranstaltung zum Thema Wandern und bietet Vertreter*innen aus Tourismus, Wissenschaft und alpinen Organisationen eine wichtige Plattform für die Vernetzung und den fachlichen Austausch über die Zukunft des Wandertourismus. Das diesjährige Leitthema lautete: „Wandern als Überlebensnotwendigkeit – Neue Perspektiven für Mensch, Natur und Tourismus.“



Im Mittelpunkt standen vier große Themenfelder:
- Wandern und psychische Gesundheit
- Keynote von Dr. Reinhard Haller über den therapeutischen Wert des Wanderns. Seine Kernaussage: „Jede Wanderung zählt.“ Wandern wurde als wichtiger Beitrag zu mentaler Gesundheit, Stressabbau und innerer Balance dargestellt.
- KI, Digitalisierung und neue Gästebedürfnisse
- Prof. Harald Friedl zeigte auf, wie künstliche Intelligenz und veränderte Reisegewohnheiten den Wandertourismus beeinflussen. Er plädierte dafür, Wanderangebote stärker auf unterschiedliche Zielgruppen auszurichten – vom naturverbundenen „Detox-Wandernden“ bis zum digital inspirierten Erlebnisgast.
- Naturverständnis und Nachhaltigkeit
- Wanderjournalistin Claudia Schallauer präsentierte den „Große-Welt-Raum-Weg“ und zeigte, wie Wandern den Blick auf Natur und Landschaft verändern kann.
- 365 Tage Wandern
- In Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter der Österreich Werbung, der Schweizer Wanderwege und des Österreichischen Alpenvereins über Ganzjahreswandern, Klimawandel, Besucherlenkung, Naturschutz und die zukünftige Positionierung des Wanderns.
Für die Tourismusbranche waren die zentralen Botschaften:
- Wandern ist weit mehr als ein Sommerprodukt oder eine Freizeitaktivität.
- Es entwickelt sich zu einem wichtigen Gesundheits-, Natur- und Ganzjahresthema.
- Destinationen müssen authentische Naturerlebnisse bewahren und gleichzeitig auf Digitalisierung, KI und den Klimawandel reagieren.
32. Internationale Almwirtschaftstagung
Die 32. Internationale Almwirtschaftstagung fand vom 24. bis 26. Juni 2026 in Saalfelden am Steinernen Meer statt und wurde vom Salzburger Alm- und Bergbauernverein gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Salzburg organisiert. Über 400 Teilnehmer*innen aus dem gesamten Alpenraum nahmen daran teil. Es handelt sich dabei um die wichtigste Fachveranstaltung für die Alm- und Alpwirtschaft im gesamten Alpenraum und findet alle zwei Jahre in einem anderen Gastgeberland statt. Sie bringt Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Tourismus zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen, Erkenntnisse und Zukunftsthemen der Almwirtschaft zu diskutieren.
Die Fachvorträge der diesjährigen Tagung widmeten sich den folgenden Themen:
- Bedeutung und Zukunft der Almwirtschaft im SalzburgerLand
- Auswirkungen der neuen GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der EU)
- EU-Naturschutzrecht und Almwirtschaft
- Klimawandel auf den Almen
- Haftungsfragen auf Almen
- Almprodukte und die Bedeutung von Nutztieren im Ernährungssystem
Gerade für das SalzburgerLand hat die Veranstaltung große Bedeutung, weil sie zeigt, dass Almwirtschaft weit mehr ist als reine Landwirtschaft. Sie
- erhält die alpine Kulturlandschaft,
- schafft Biodiversität,
- trägt zum Schutz vor Naturgefahren bei,
- produziert hochwertige regionale Lebensmittel und
- bildet eine wesentliche Grundlage für den Wandertourismus und die touristische Wertschöpfung.
Diese Verbindung zwischen Almwirtschaft und Tourismus war auch eines der zentralen Themen der Tagung. Zudem bot sie einen passenden Anknüpfungspunkt zum 20-jährigen Jubiläum des Salzburger Almenwegs als ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie Tourismus und Almwirtschaft seit zwei Jahrzehnten gemeinsam zur Erhaltung der Almlandschaft und regionalen Wertschöpfung beitragen.
Filmbeitrag zur Salzburger Landwirtschaft
Das SalzburgerLand gilt auch seit Jahren als Erfolgsmodell für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft. Eine Kombination aus engagierter Arbeit in familiengeführten Betrieben, einer starken öffentlichen Unterstützung u.a. durch die Landwirtschaftskammer Salzburg und das Salzburger Agrarmarketing, einer hochwertigen fachlichen Ausbildung durch unsere Landwirtschaftsschulen und einem bewussten Konsumverhalten der Bevölkerung trägt dazu bei, ländliche Regionen nachhaltig zu stärken und neu zu beleben.
Im sehr gelungenen Euronews-Filmbeitrag ‘Land of the fulfilled farmers’: Why the grass seems to grow greener in Austria | Euronews wird dies anschaulich gezeigt.