Ausblick auf einen besonderen Winter 2020/21

Medientermin der SLTG zum Start der Wintersaison

Die Salzburger Tourismuswirtschaft blickt nicht erst seit der Reisewarnung der Schweiz einem herausfordernden Winter entgegen. Was die Betriebe bewegt und wie die neue Winter-Kampagne der SLTG helfen soll, die Saison dennoch positiv zu gestalten.

Aus dem SalzburgerLandNewsroomUnternehmenspresse

Wie kaum eine andere Branche ist der Tourismus von der Covid-19-Pandemie betroffen. Erst kürzlich berechnete das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO für das SalzburgerLand bei den Tourismus-Einnahmen einen Rückgang von rund einem Drittel in den Monaten Mai bis August. Laut der Statistik Austria entfiel im zweiten Quartal des Jahres 2020 der stärkste Rückgang der realen Wirtschaftsleistung auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie.

Reisewarnungen beschäftigen die Branche

Auch das Thema der Reisewarnungen beschäftigt derzeit wieder vermehrt die Touristikerinnen und Touristiker im Land. So hat am vergangenen Freitag die Schweiz das SalzburgerLand auf die Liste der Risikogebiete gesetzt. Mit einem Marktanteil von 0,7 Prozent im Winter gehört die Schweiz zwar nicht zu den bedeutendsten Märkten im SalzburgerLand – sollten in den nächsten Tagen und Wochen aber noch weitere Länder diesem Beispiel folgen, wäre das ein schwerer Schlag für die Branche.

„Wir bedauern die Reisewarnung sehr, da diese zu kurzfristigen Stornierungen gebuchter Urlaube und insbesondere auch zu einem deutlichen Einbruch der Nachfrage führt“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Die Reisewarnung mahnt uns, auch weiterhin alles zu unternehmen, um die Infektionszahlen einzudämmen. Denn nur so können wir weitere Reisewarnungen in der Zukunft verhindern und in Hinblick auf die kommende Wintersaison eine Entspannung der Situation herbeiführen.“

Sommer lief besser als erwartet

Dennoch gibt es in Zeiten wie diesen auch positive Nachrichten. Denn die zu Ende gehende Sommersaison ist doch um einiges besser gelaufen als ursprünglich erwartet. So weist die aktuelle Tourismus-Statistik im SalzburgerLand mit 7,2 Millionen Nächtigungen von Mai bis August 2020 ein Ergebnis aus, das immerhin 70 Prozent des Vorjahreszeitraums entspricht – und das, obwohl der Mai aufgrund der damals noch aufrechten Betriebsschließungen ein Totalausfall und auch der Juni durch die erst Mitte des Monats erfolgten Grenzöffnungen zu Deutschland noch überaus verhalten war.

Starkes Ergebnis in Hauptsaison Juli und August

In der Hauptsaison Juli und August setzte dann allerdings ein überaus positiver Trend ein. „Im Juli konnten wir bereits rund 80 Prozent und im August sogar 90 Prozent des Vorjahres-Ergebnisses erreichen“, bilanziert Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der die Strategie, den Haupt-Fokus auf die Inlands-Gäste und den so wichtigen deutschen Markt zu legen, voll aufgegangen sieht.

Ein Hochsommer wie vor sieben Jahren

Bei den Nächtigungen von österreichischen Gästen steht in diesen beiden Monaten ein starkes Plus von fast 30 Prozent, die Nächtigungen von deutschen Gästen liegen mit immerhin über fünf Prozent Zuwachs ebenfalls im Plus-Bereich. „Mit den heimischen Gästen und jenen aus den europäischen Nahmärkten konnten wir die Ausfälle der internationalen Fernmärkte erheblich abfedern“, sagt Haslauer. Ein interessantes Detail: Die 6,3 Millionen Nächtigungen von Juli und August im Sommer 2020 liegen sogar ein wenig über dem Niveau (+1,7%) von vor sieben Jahren, also im Sommer 2014.

Umfrage unter Tourismusbetrieben: 97 Prozent sperren im Winter auf

Dass sich die Salzburger Gastgeberinnen und Gastgeber auch vor der bevorstehenden Wintersaison nicht unterkriegen lassen, zeigt der „SalzburgerLand Tourismus-Barometer“ – eine von der SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG) in Auftrag gegebene Umfrage unter Tourismusbetrieben im gesamten Bundesland.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage bilden einerseits natürlich die allgemeine Verunsicherung ab, etwa was die derzeitige Diskussion um Reisewarnungen und das allgemeine Infektionsgeschehen betrifft. Und dennoch lässt sich auch eine vorsichtige Zuversicht ablesen“, sagt SLTG-Geschäftsführer Leo Bauernberger.

Das wohl wichtigste Ergebnis in diesem Zusammenhang: 97 Prozent aller Betriebe haben derzeit vor, auch in diesem Winter aufzusperren.

Verhaltene Buchungslage in der aktuellen Situation

Gefragt wurde auch nach der aktuellen Buchungslage für den Winter, die mit einem Durchschnitt von etwa 35 Prozent derzeit klar unter dem Vorjahresniveau liegt. Den Antworten zufolge überdurchschnittlich gebucht sind derzeit Ferienwohnungen (40 Prozent) und Betriebe mit Urlaub am Bauernhof (44 Prozent).

Gleichzeitig sind die Betriebe überzeugt, dass sich die Situation im Lauf der Wintersaison bessern wird und schätzen die Auslastung – also die Belegung ihrer angebotenen Zimmer – bereits ab Beginn des Jahres 2021 deutlich positiver ein als etwa noch im Dezember. Ein Unterschied zeigt sich auch hier erwartungsgemäß zwischen den Betrieben in den Skiregionen und jenen in der Stadt Salzburg, deren Erwartungen an den Winter um einiges gedämpfter sind.

>> SalzburgerLand Tourismus-Barometer: Alle Ergebnisse

Emotionale Kampagne für eine besondere Saison

Die außergewöhnliche Situation, die Verunsicherung vieler Gäste und die teils noch offenen Fragen der Reisefreiheit in wichtigen Märkten veranlasste die SalzburgerLand Tourismus GmbH, in der diesjährigen Kommunikation einen ganz neuen Weg einzuschlagen. „Wir haben schon im Sommer sehr gute Erfahrungen gemacht mit einer emotionalen Ansprache, die die Menschen in ihrer aktuellen Situation abholt und wirklich berührt“, blickt Bauernberger auf die Sommer-Kampagne zurück, die unmittelbar nach dem Lockdown mit der Botschaft ‚Das erste Mal wieder an Urlaub denken‘ sehr erfolgreich gelauncht wurde.

Eine Liebeserklärung an den Winter

Der SLTG-Geschäftsführer ist überzeugt, dass eine Destination auch in diesem Winter nur auf diesem Weg die Herzen der Gäste erobern kann und positiv im Gedächtnis sein wird, wenn es dann kurzfristig um die Buchungsentscheidung geht. „Im Vordergrund unserer großen Winter-Kampagne steht daher in erster Linie unsere tiefe Verbundenheit mit der kalten Jahreszeit und die vielen besonderen Emotionen, die der Winter in uns allen hervorruft. Kurz gesagt: Eine Liebeserklärung an den Winter!“

Bewusst früher Kampagnen-Start in Österreich

Die Kampagne ging in Österreich bereits am 5. Oktober on air, in den weiteren Fokus-Märkten Deutschland und den Niederlanden wird sie entsprechend der aktuellen Lage ausgerollt. Bauernberger: „Auch im Winter gilt es wieder, die Konzentration zuerst auf den österreichischen Inlands-Markt zu legen. Alles andere müssen wir entsprechend der Entwicklungen sehr kurzfristig entscheiden – das ist die Situation, in der wir uns befinden. Aber wir haben bereits im Sommer sehr gute Erfahrungen damit gemacht.“

Schwerpunkt sind TV- und Hörfunk-Spots, die gemeinsam mit insgesamt 14 Partnerregionen eine breite Wirkung entfalten sollen – denn neben dem SalzburgerLand erzählt auch jede Region mit ihrem Spot ihre eigene Liebeserklärung an den Winter.

Sicherheit im Skigebiet ist das beste Marketing

Eines aber ist in diesem Winter ganz gewiss: Das beste Marketing ist die Sicherheit am Urlaubsort. Und so unternimmt man im SalzburgerLand alles, um unter den gegebenen Rahmenbedingungen einen perfekten Winterurlaub möglich zu machen. Die Sicherheit der Gäste steht dabei im Mittelpunkt aller Überlegungen. „Wir sind sehr positiv gestimmt, unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen einen erlebnisreichen Skibetrieb bieten zu können“, sagt Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See-Kaprun und Sprecher der Salzburger Seilbahnwirtschaft.

Seilbahnen entwickelten Sicherheits-Konzept

Dass beim Skifahren als Aktivität im Freien per se keine große Ansteckungsgefahr herrscht, ist Egger wichtig zu betonen. Für die Bereiche, in denen es zu mehr Kontakt mit den anderen Wintersportlern kommt, haben die Verantwortlichen vorgesorgt. Egger: „Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den Salzburger Skigebieten haben wir klare Maßnahmen und Vorgaben für die Sicherheit unserer Gäste entwickelt.“

Neben der allgemeinen Pflicht zum Mund-Nasenschutz in allen Seilbahn-Stationen sowie auch bei Sessel- und Schleppliften soll zum Beispiel mit Leitsystemen und verstärktem Personal-Einsatz vor Ort ein zu dichtes Anstellen an den Kassen oder bei den Liften verhindert werden. Kontakt- und bargeldloses Bezahlen wird ebenso forciert wie die Möglichkeit des Online-Vorverkaufs von Skitickets. In Skischulen gibt es eine Obergrenze der Gruppengröße von maximal zehn Personen. Und ein Aprés Ski, wie wir es bisher gewohnt waren, wird es schon allein aufgrund der Regulierungen der Bundesregierung in diesem Jahr nicht geben.

„Viele Gastronomen und Skihütten stellen sich ebenso wie wir von den Seilbahnen auf die neue Situation ein“, berichtet Egger. „Skiurlaub wird in diesem Jahr vielleicht etwas anders ablaufen, als wir es gewohnt waren. Die erstklassige Qualität und das umfangreiche Angebot unserer Skigebiete bleibt aber unverändert und die Skifahrer können sich schon jetzt auf eine besondere Saison freuen.“


12. Oktober 2020

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